Marsch FÜRS Leben -vs- Marsch für DAS Leben: Wo sind die Unterschiede?
- Florian Hettig

- vor 7 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Am 18. April fand der "Marsch fürs Leben" in München statt. Nicht zu verwechseln mit dem "Marsch für das Leben" in Köln und Berlin! Das passiert aber nicht nur Medien und Teilnehmern, sogar der Veranstalter selbst nannte in seiner Eröffnungsrede versehentlich den falschen Namen; weshalb wir die Sache einmal beleuchten wollen.
Die Unterschiede
Der Münchner Marsch fürs Leben wird vom Verein "Stimme der Stillen e.V." aus München veranstaltet. Er fand 2026 zum 6. Mal statt und wird jedes Jahr am zweiten Wochenende nach Ostern begangen. | Der Marsch für das Leben wird vom "Bundesverband Lebensrecht e.V." (BVL) veranstaltet und das bereits seit 2002. In Berlin dieses Jahr zum 22. Mal und zusätzlich in Köln zum 4. Mal. An beiden Orten zeitgleich jeweils am dritten September-Samstag.
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Die Ähnlichkeiten
Das waren auch schon die größten Unterschiede. Denn beide Veranstaltungen sind ProLife. Das heißt sie setzen sich FÜR das Leben, FÜR die Würde des Menschen und FÜR sein Recht auf Leben ein, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Dementsprechend wenden sie sich GEGEN vorgeburtliche Kindstötung (aka Abtreibung, Schwangerschaftsabbruch), GEGEN die pränatale Selektion Behinderter und GEGEN organisierte Suizidbeihilfe (Euthanasie), von z.B. alten oder pflegebedürftigen Menschen.
Beide Veranstaltungen weisen stets gutes Wetter auf, bieten eine Bühne mit Live-Musik und interessanten, teils internationalen Rednern an, einen Toilettenwagen und zahlreiche Stände verschiedener ProLife-Organisationen, an denen man sich mit InfoMaterialien und guten Gesprächen reichlich eindecken kann. Beide Demonstrationszüge starten und enden am Veranstaltungsort, ziehen einmal durch die Innenstadt und werden durch ein umfassendes Polizeiaufgebot vor radikalen Kräften geschützt. - Mehr dazu in einem zweiten Artikel.
Die Teilnehmer
Vom Publikum her habe ich es immer als sehr bunt und sehr gemischt wahrgenommen. Zwar ist die "ProLife-Szene" (noch;) recht katholisch geprägt und bietet für mich braven, norddeutschen Freikirchler so einige gewöhnungsbedürftige und Toleranz trainierende Skurrilitäten. Aber vom Säugling bis zum Senior, von vielen Jugendlichen und ganzen Familien, über schwarze, weiße, eingeschränkte oder gar tief bayrisch sprechende Menschen, eint doch der Gedanke, dass das Leben GUT und schützenswert ist. Und oftmals auch der Glaube an Jesus Christus! (Laut der objektiven Analyse der Antifa übrigens alles NAZIS!)
Marsch fürs Leben
Somit überraschte auch der vom Veranstalter vorgetragene Hinweis, dass "nun zu Beginn der Veranstaltung" folgende Gegenstände nicht mehr erlaubt seien: Nämlich Taschenmesser, Schlagstöcke, Klapp- und Springmesser, Schlagringe, Taser, Pfefferspray ... - das Geheule war natürlich groß! ;-) Ein kleiner Junge direkt neben mir fing an zu weinen, weil die Mama die Handgranate wieder einkassierte. Einen Priester konnte ich dabei beobachten, wie er die eigens mitgebrachte Kettensäge heimlich unter seinem Gewand versteckte. Und einer hochschwangeren Frau fiel vor Schreck die Panzerfaust aus der Hand.
Dank dieses juristischen Hinweises (den man wohl als "Bayrische Spezialität" verbuchen muss) blieb die Veranstaltung m.W.n. völlig friedlich, so dass die schwarz und bunt und größtenteils sogar bekleideten Demokratieschützer am Straßenrand uns mit ihren lautstark und eingängig vorgetragenen ARGUMENTEN ("HAUT AB! - HAUT AB!") von der Falschheit unseres Anliegens überzeugen und auch selbst die Heimreise unverletzt antreten konnten. Diese Argumente wollen wir uns deshalb in einem späteren Artikel gesondert anschauen.





























