Was bedeutet mir Gemeinde?

Lesezeit: 7 Min.

Blogparade #gemeinsamglauben, Was bedeutet mir (m)eine Gemeinde?, Familienleben mit Gott

 

 

Ein Beitrag zur 

Blogparade #gemeinsamglauben

Was bedeutet mir (m)eine Gemeinde?

 

 

Viele Menschen denken bei „Kirche“ wohl zuerst an das Gebäude. Auch ich finde sie schön anzusehen: Einfach weil sie alt sind, oft sehr filigran/aufwändig gebaut, „wuchtig“ oder markant im Ortskern stehen. Aber das kann mir eine Burg oder ein Schloss genauso liefern.

 

Gemeinde“ meint eigentlich etwas anderes. Gemeinde ist die Versammlung der Gläubigen. Wo diese stattfindet – ob in einer altehrwürdigen Kirche, in einem modernen Gemeindegebäude, unter freiem Himmel oder in einem Wohnzimmer – ist vollkommen sekundär.

 

Wenn 2, die an Jesus glauben, sich treffen, dann ist das Gemeinde! Wenn ich im Zug einem Iraner begegne, der auch an Jesus glaubt, dann ist das Gemeinde! Da mag es unterschiedliche Schwerpunkte geben, Verhaltensweisen, Sprachschwierigkeiten oder Prägungen – aber dieser Mensch ist mein Bruder! Man hat sofort eine herzliche Basis, eine tiefe Gemeinsamkeit, ein Vertrauen, ein „Ich weiß genau wovon du redest“ - es ist phantastisch!

 

In diesem Zusammenhang muss ich sagen, dass ich es äußerst dramatisch finde, was große Teile der EKD veranstalten! Da werden Jesu Worte nicht mehr als Jesu Worte angesehen. An die Wunder Gottes wird nicht mehr geglaubt. Mission (= anderen von Jesus erzählen) wird verteufelt und als 'falsch verstanden' gebrandmarkt. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen!! Und alles unter der Marke „offizielle Kirche“ und „We are Preacher“. Da muss man sich schon mal fragen, in wie weit das noch Bruder ist. Ja! Grusel, grusel.

 

*

Meine Gemeinde

ist eine kleine evangelische Freikirche. Wir haben nicht 5.000 Leute auf dem Papier, aber dafür 120 von 100, die mitmachen. Wir finanzieren uns durch absolut freiwillige Spenden und unsere einzige komische Sonderlehre ist: Die Bibel. Zwischen hoffnungserfüllten Rentnern und fröhlich-lebendigen Kleinkindern tummeln sich alle Altersgruppen, Sozialstände, Bildungsschichten und Lebensstände. Ich besuche diese Gemeinde seit ich vor 15 Jahren gläubig geworden bin. Im Gegensatz zu den „großen Kirchen“ kenne ich fast nur Wachstum, bestenfalls noch Stagnation. Wir mussten zwei Gottesdienste einrichten, weil der eine zu voll wurde!

 

Alphakurs

Irgendwo muss es Leute gegeben haben, die diesen Blödsinn in der Bibel für voll genommen haben. Die das selbst geglaubt haben und sich gesagten: „Hey, wir stehen auf und machen was!“ Sie machten einen Alphakurs. Und jemand wie ich, der von Gott schon vorbereitet war (d.h. sich bereits auf der Suche befand) nahm die Hand Gottes und der Braut gerne an!

Ich erinnere mich an viele Leute, die Geld und Zeit damals investiert haben, nur damit ich kleiner (damals arbeitsloser) Sputnik zum Glauben komme. Gerade vorgestern ist mir das Photo eines Mannes in die Arme geflattert, der damals „nur“ Keyboard gespielt hat. Das war sein Dienst. An mir. Und dieser war wichtig! - Und ich wünsche mir, dass auch ich für Viele ein Kettenglied auf dem Weg zum Glauben / zur Ermutigung / zur Piks-Initiierung sein kann.

 

 

Dinge, die ICH in Bezug auf Gemeinde noch lernen möchte:

 

 

ECHTE Beziehungen

Den Anderen ernst nehmen. Ihn sehen. Ihm geben. | Das ist gar nicht einfach bei 120 People und einer natürlichen Fluktuation. Ich kann nicht ALLEN im gleichen Maße super-intensiv gerecht werden. Aber wer mir vor der Nase ist, soll GUTES empfangen. Das ist zumindest mein Wunsch.

Zu Beginn hatte ich mich in die Dienste gestürzt. Ich habe die Aufgaben gesammelt und zu jeder Anfrage „Ja“ gesagt. Ich tat das sehr gerne und mit Fleiß, aber manchmal bestand mein Gottesdienstbesuch NUR aus Dienst. Gefühlt bin ich keinem Menschen begegnet – und das ist schlecht! Ich glaube, ich hatte „Gemeinde“ zu sehr mit „Gemeindeleitung“ gleichgesetzt. Ganz unmerklich trachtete ich danach IHNEN zu gefallen.

 

Priestertum aller: ICH-Verantwortung

Die Bibel spricht ja davon, dass ALLE die an Jesus Christus glauben, Priester des Höchsten Gottes sind (1.Pet. 2,9 | Off. 1,6). Das ist nicht nur EINER, der da sonntagmorgens auf der Bühne steht. Das sind nicht nur zugelassene, weil ausgebildete und konforme, Laien. - Wenn eine 8jährige der anderen 8jährigen erzählt: „Hey, Jesus hat dich echt lieb“, dann ist das „Priestertum aller“. Wenn 40 Leute sich hinsetzen, Videos und Texte für Christus produzieren (und dies nach bestem Wissen & Gewissen, anhand der Schrift, und offenen Herzens für Korrekturen tun) – dann ist das „Priestertum aller“. | ICH möchte lernen, mehr MEINE Verantwortung zu sehen. Und nicht die Verantwortung bei anderen zu suchen.

 

Aktiv oder Passiv?!

Aufstehen, niedersetzen. Aufstehen, niedersetzen. Aufstehen, niedersetzen. Linkem Nachbarn was zusprechen, weil der Pastor das gesagt hat. Versus: Ich bin ein FREIER Mensch in Jesus Christus und soll die Welt verändern! AUCH in Freikirchen kann man gemütlich-fromm einschlafen (wobei ein Ankommen, ein Erholen, ein Sonnen ebenso seine zeitliche Berechtigung hat!)

Ich bin ein FAN davon, dass die Kirche nicht mehr diese staatliche Autorität bei Leib und Leben hat, wie VOR der Reformation! Sondern dass es Menschen gab, die ihr LEBEN riskierten oder gaben, damit andere dieses Buch lesen können. | Pastoren tun gut daran, MÜNDIGE JESUSFIGHTER zu produzieren und nicht nur die Schäfchen im Trockenen zu halten. Ein Zitat ist mir dazu ins Ohr geflattert, das mich hellauf begeistert hinterließ:

 

 

Es ist immer besser, dem Herrn zu folgen, als dem Pastor.“

 

Es stammt von meinem Pastor.

 

 

 

 

 

 

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Florian Hettig

"Prüfet alles, das Gute behaltet!"  (1.Thess. 5,21)

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