Entlassung zum Jahresende

Lesezeit: 4 Min.

Entlassung zum Jahresende, Jesus entließ die Volksmenge, Online mit Gott

 

 

Online mit Gott heißt, dass ich die Bibel lese und immer wieder neue Dinge entdecke! Es ist halt nicht wie bei einem Roman, der sich schon ab dem zweiten Lesen anfängt auszulutschen.

 

So auch heute: Aus "Jesus stillt den Sturm"; Markus 4,Verse 35-41: „Und nachdem sie die Volksmenge entlassen hatten, nahmen sie ihn mit, wie er da in dem Schiff war; es waren aber auch andere kleine Schiffe bei ihm.“  Mk. 4, 36

 

Ein völlig unscheinbarer Satz, 1.000x von mir gelesen, und ich stolpere über dieses "entlassen hatten".  Wieso ist das wichtig? Wieso müssen Jesus oder die Jünger „die Volksmenge entlassen“ ?  [Jesus hatte ja viel gepredigt - also von Gott erzählt. Und sowohl bei Massenveranstaltungen, als auch bei Einzelbegegnungen, finden wir es in den GNR*'s häufig, dass Jesus die Menschen am Ende "entlässt".]  Wie sah das aus? Ein Segensspruch am Ende? Ein „Geht jetzt nach Hause!“ ? - „Tschüss, macht's gut“ ?    *GNR  =  Good News Report  /  Gute Nachricht Reportage  (=Evangelium) 

 

Ich stelle fest, dass WIR das heute genauso machen! Wir WOLLEN „entlassen werden“!! Kein Telefonat, an dessen Ende nicht geradezu ritualmäßig im gegenseitigen Einvernehmen aufgelegt wird. [Einfach auflegen wäre total unhöflich!] Keine Begegnung an dessen Ende es nicht heißt: „Wir sehen uns... [dann überlegen beide zu welcher Gelegenheit und an welchem Ort man sich wieder sieht – obwohl das total unwichtig ist] ...NÄCHSTEN Sonntag wieder!“, wird stolz gerufen. „Nein!“, wirft der Andere ein. „Wir sehen uns schon am Mittwoch wieder!“ - „Ouh, ich weiß nicht, ob ich da kann...“ - „Aber spätestens....“ | Kennen Sie dieses Ritual??

 

Wir WOLLEN entlassen werden! Wir BRAUCHEN irgendwie diese Zustimmung des Anderen, dass es jetzt GUT ist, sich jetzt zu trennen, zu gehen, das Telefonat zu beenden. Ein absolutes Highlight dieses Seelenverlangens hat der Komiker Paul Panzer geliefert: In einem Radio-Jux-Anruf gibt er sich als Interessent einer Zeitungsanzeige aus: „Niedliche kleine Katzen abzugeben“. Die gute Dame am anderen Ende findet so langsam heraus, dass er diese mit Nichten zum Knuddeln und Liebhaben haben möchten, sondern für ein China-Restaurant zum Kochen! - 'tschuldigung: Dünsten! 

Und obwohl sie ab einem bestimmten Zeitpunkt von diesem Umstand WEISS, hindert sie doch irgendetwas daran, einfach empört aufzulegen oder ihm gebirgsbachklar zu sagen, dass das in unserer Kultur nicht unbedingt üblich ist. Sondern sie fordert ihn geradezu auf: „NÖ! Legen SIE doch auf!“  |  Ein Brüller!

 

Hm. Ich weiß im Moment noch nicht, welchen geistlichen Nutzen dies für mich oder meine Leser haben wird. Ich habe etwas in der Erde gefunden, es fasziniert, es glitzert, ich will es haben!!!**  Vielleicht einfach wieder die Erkenntnis, dass Bibel lesen spannend ist, dass dieses alte Buch SEHR WOHL etwas mit unserem Alltag zu tun hat(!) oder dass die Wahrheit uns frei machen wird; z.B. dass man sich solcher seltsamen Verhaltensweisen bewusst wird. (Man kann sie ja trotzdem genauso weitermachen.)  Egal.

 

 

Ich entlasse euch jetzt in die Weihnachtsfeiertage 

und in „Zwischen den Jahren“. 

Es ist gut. | Du darfst diese Webseite jetzt verlassen!

 

Jesus schenkt Freiheit.

Meine Erlaubnis brauchst du dafür gar nicht.

 

  

 

 

 

 

 

Outtakes:

 

Bei den Recherchen bin ich noch auf eine weitere Bibelstelle gestoßen: Mt. 14,22:

"Und sogleich nötigte er die Jünger, in das Boot zu steigen und ihm an das jenseitige Ufer vorauszufahren, bis er die Volksmengen entlassen habe." - Wie bitte??!! Jesus NÖTIGTE seine Jünger?? Er drängte sie?? Wir müssen unser Bild von Jesus DRINGEND überarbeiten und es immer wieder an der Bibel ausrichten!!!

 



Florian Hettig

"Prüfet alles, das Gute behaltet!"  (1.Thess. 5,21)

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