Identität der Klingonen

In der „Wir-gewöhnen-alle-Captain-Picard-Fans-mal-vorsichtig-an-Deep-Space-Nine,-um-ihnen-zu-zeigen-dass-das-Neue-nichts-Böses-ist“-Doppelfolge „Moment der Erkenntnis“ (TNG 6x17; Teil 1 ist in diesem Zusammenhang unwichtiger) erhält der Klingone (das sind die mit den hohen Stirnwülsten) Lt. Worf die Information, dass sein Vater noch am Leben sei. Er hatte angenommen, dass dieser bei der Schlacht von Khitomer ums Leben gekommen sei. Aber nun macht er sich auf die Suche nach ihm.

 

In der Erwartung auf dem fremden Planeten mitten im Dschungel ein Gefangenenlager vorzufinden, überrascht ihn zunächst die Tatsache, dass eine junge Frau des Nachts bei fahlem Mondlicht >außerhalb des Lagers!< badet. [ Ja', liebe Mädels! Wir lieben solche Szenen! ;-) 

Kurz darauf wird Worf gefangen genommen und ins Lager gebracht.

 

Zu seiner Verwunderung gleicht das Lager viel mehr einem Wohnort. Klingonen und Romulaner, 2 Spezies die noch nie miteinander auskamen, leben hier friedlich beisammen. „Wow“, denkt sich der pazifistisch geneigte Fernsehzuschauer: „Ein Stück vom Paradies!“ Doch der Schein trügt.

 

***

 

Worf, der sich frei im Lager bewegen, es aber nicht verlassen darf, fällt ein junger Klingonen-Mann auf, welcher mit einem Speer die Erde umpflügt. Entsetzt reißt er ihm die Waffe aus der Hand: „Das ist ein Gintak-Speer! - Haben dich deine Eltern denn gar nichts gelehrt?! - Er wird in der Schlacht verwendet! Nicht um Erde umzugraben!“

 

Die Klingonen sind im StarTrek-versum ein Kriegervolk. Das absolute Gegenteil von Weicheiern. Klingonen sind wild, hart und kämpferisch. Dabei leben sie durchaus nach festen Regeln. Ehre geht ihnen über alles. Sogar über das eigene Leben. Das höchste Ziel eines Klingonen / die größte Ehre für ihn, ist es - in der Schlacht zu sterben. Respektive die größte Schmach ist es, gefangen genommen zu werden. (Klingt WW2-japanisch, oder?)

 

DAS ist ihre Identität. DAS ist ihre Natur. - Und was Worf hier entdeckt, ist das absolute Gegenteil davon! Ja, Klingonen und Romulaner leben an diesem Ort friedlich beisammen, was gut ist. Aber dieses Leben kostete die Klingonen einen auf den ersten Blick nicht erkennbaren Preis: „Sie haben die Klingonen Ihrer IDENTITÄT beraubt!“ wirft Worf dem Lagervorsteher wütend vor. „Sie haben Sie entehrt!“

 

Diesen Speer lediglich zum Erde umgraben zu verwenden, ist ungefähr so, als würde jemand die Bedeutung, die Funktionen und ja sogar den Wert eines neusten Smartphones in keinster Weise kennen und es lediglich als Untersetzer für sein Getränk verwenden! Ein Mitarbeiter von Apple oder Samsung würde zurecht schreckgeweitete Augen kriegen!

 

***

 

Und so setzen sich die Szenen fort. Eine junge Frau singt ihrem Baby etwas vor. „Wissen Sie was dieses Lied bedeutet?!" fragt Worf. „Nein.“ antwortet sie. „Mir gefällt die Melodie.“ | In einer anderen Szene öffnen beide gemeinsam eine Schublade. In ihr liegt allerhand KlingonenZeugs. „Ich durfte mir diese Dinge nie ansehen“, gibt sie zu Protokoll. Das Erbe ihres Volkes, ihre Wurzeln, liegen vor ihr. In ihren Händen! Aber sie hat keine Ahnung über deren Bedeutung. „Ihr hättet diese Sachen nicht so verrosten lassen sollen“, spricht Worf.

 

Worf beginnt den jungen Leuten beim Lagerfeuer die Geschichten ihres Volkes zu erzählen. Ihre Ur-Geschichten. Die Mythen der alten Zeit. | Er weiß wer er IST. Ist standfest. In jedem seiner Worte fließen STOLZ und KRAFT mit! - Doch zunächst herrscht Skepsis. „Das erfindest du doch alles nur!“ ruft ein junger Mann und springt auf. „NEIN.“ antwortet ihm Worf mit fester Stimme. „Durch sie erfahren wir, wer wir sind! - 

 

Ich habe diese Geschichten mein Leben lang analysiert.

Und ich entdecke immer wieder neue Wahrheiten darin!“

 

  


 

Na? Entdecken Sie langsam Parallelen?!  

Oder geht Ihnen vielleicht das Herz auf bei diesen Worten?! 

 

Ich finde das faszinierend. Menschen geben Geld aus. Kaufen sich Blu-rays. Gehen ins Kino. Investieren Stunden und Tage vor dem Fernseher oder auf Conventions. Menschen lieben diese Geschichten! Gerade StarTrek hat Millionen Fans auf der ganzen Welt und feiert exakt heute 50 Jahre TV-Jubiläum!

 

Man kann nicht behaupten, dass moderne Märchen erfolglos wären. StarWars. Titanic. Herr der Ringe. Wir gehen gerne ins Kino! Und immer wieder gibt es Geschichten, die uns ganz besonders berühren. Faszinieren. - Wieso gilt es dagegen als langweilig in die Kirche zu gehen? Einen Gottesdienst zu besuchen? Man muss sich ja förmlich dazu zwingen, während obige Dinge FREIWILLIG und mit viel Enthusiasmus konsumiert/betrieben werden. Liegt es daran, dass die Geschichten der Bibel nicht wahr wären?! Das ist Harry Potter auch nicht – aber sehr beliebt.

 

 

Kann es sein, dass WIR unsere Wurzeln vergessen haben?

Dass wir sie neu entdecken können?!

Dass wir unser Erbe sprichwörtlich in den Händen halten

und keine Ahnung von seiner Bedeutung haben??

 

 

Ich glaube so manche Erzählung berührt/fasziniert uns deshalb so tief (Avatar? / Matrix?), weil sie einen wahren Kern enthält. Weil sie eine SEHNSUCHT in uns berührt. TIEF in unserer „DNA“.  Identität! | Man kann diese Filme/Romane/Serien als gute Unterhaltung sehen. Und das ist okay. | ICH setze sie in Parallele zu meinem christlichen Glauben!

 

Junge: „Das hat mir nie jemand beigebracht!“

Worf: „Offensichtlich hat man dich sehr vieles nicht gelehrt.“

 

Wenn sich so manche Erzählung wie ein Schlüssel anfühlt,

dann ist die BIBEL das Schloss dazu!!!

 

 

 


 

Drehen wir den Schlüssel:

 

 

Auch wir wurden unserer Identität beraubt! Die Bibel sagt, dass wir das Leben in der HERRLICHKEIT Gottes verloren haben! (Römer 3,23 NL) Wir ermangeln des Ruhmes. (LUT) Wörtlich heißt es: „Alle [Menschen] haben gesündigt und die Herrlichkeit verloren, die Gott ihnen zugedacht hatte.“ | Das heißt, wir sind eigentlich zu Höherem bestimmt.  DU!  Gott hat Ehre und Würde und Freiheit für uns. | Vielleicht fühlen wir uns frei, wie die jungen KlingonenLeute. Aber wir sind es nicht, weil wir unsere WAHRE IDENTITÄT überhaupt nicht kennen. Uns ihrer vielleicht gänzlich unbewusst sind! Wir erahnen noch nicht mal, was möglich wäre!

 

Wissen Sie was dieses Lied bedeutet?!“ Zugegeben, alte Kirchenlieder von 17hundert-nochwas tauchen selten in meiner persönlichen Hitliste auf. Ich finde sie eher peinlich, denn es gibt so viele gute moderne Lobpreislieder. Aber bei so manchem alten Kirchenschlager dachte ich schon: „Holla, das hat aber einer mit Glauben geschrieben!“ | Man muss sich die Worte übersetzen. Sich ihre Bedeutung bewusst machen! Dann entdeckt man wirklich GOLD unter der Erde.

 

Allerhand KlingonenZeugs in der Schublade. Ich hatte ein christliches Buch geschenkt bekommen, dass mindestens 15, eher 20 Jahre auf dem Dachboden lag. Als Kind konnte ich nichts damit anfangen. Erst als Jesus in mein Leben trat, entdeckte ich seinen Wert! | Wie viele Menschen haben eine Bibel zuhause?! Unbeachtet. Ungelesen. Und am schlimmsten: Konsequenzlos. | Es müsste jemanden geben, der einem das mal erklärt...

 

***

 

Hilfe von Außen. Wäre Worf nicht als Außenstehender in das Lager gekommen, hätte sich wahrscheinlich nie was geändert. | Für uns kam der Gottessohn in diese Welt. In unser Lager. Um uns unsere Identität (1.Mose 1,26-28) und Kraft (Phil. 4,13) und Würde (Ps. 23,5) zurückzugeben!

 

Die alten Geschichten! Die Bibel ist selbst in ihren neuesten Teilen bald 2.000 Jahre alt.  So what?!  Gottes Wort ist ewig! Sie muss zwar in viele Sprachen übersetzt werden und vielleicht auch von jeder Generation neu verstanden werden. Aber die BOTSCHAFT bleibt doch die selbe! | Durch die Berichte der Bibel erfahren wir, wer wir sind. Wer wir sein können, falls du noch nicht zu Christus gehörst. | Ich habe diese Geschichten [seit ich Christ bin] immer wieder analysiert. Und an dieser Stelle kann ich mich mit den Worten einer fiktiven Fernsehfigur wirklich EINS machen: „Ich entdecke immer wieder neue Wahrheiten darin!“  Faszinierend. Absolut faszinierend!!!  Das funktioniert nur, weil der Autor online ist.

 

Leben! „Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.“ hat Jesus gesagt. (Joh. 10,10 NGÜ) „Wer an mich glaubt, der wird leben.“ (Joh. 11,25) | Worf nimmt den jungen Klingonen mit zur Jagd. Dieses Erlebnis, dieses Schmecken, wird zur Initialzündung für den jungen Mann! Euphorisch berichtet er anschließend den Anderen: „Ich habe heute gelernt, dass das Blut eines Kriegers durch meine Adern fließt! - Ich weiß nicht wie oder weshalb es geschah, aber wir haben alles über unsere Natur vergessen! Unsere Geschichten werden nicht mehr erzählt; unsere Lieder nicht mehr gesungen! - Vorhin auf dem Heimweg haben Worf und ich ein Siegeslied zusammen gesungen. Ein Lied, das mir nur als Wiegenlied vorgesungen wurde! Aber es ist das Lied eines KRIEGERS!“ | Starke Worte. Auch ich erinnere mich an ein Jesus-Lied, das mir als Kind vorgesungen wurde. Seine Bedeutung kannte ich nicht...

 

***

 

Unruhe. Anklage. Opfer. Die Evangelien berichten uns, wie viel UNRUHE Jesus in die religiöse Gesellschaft Israels gebracht hat. „Meint nur nicht, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Erde zu bringen. Nein, ich bringe Kampf!/Auseinandersetzung.“ (Mt. 10,34)  Jesus bietet uns Frieden mit GOTT an – und das kann unter Umständen 'Krieg'/Konflikt mit der Welt bedeuten. Entzweiung um seinetwillen. ER ist der Stein des Anstoßes. (Röm. 9,33)

 

Der romulanische Lagerkommandant schnappt sich Worf zum 4-Augen-Gespräch: „Sie wissen sicher, dass Sie einen bemerkenswerten Einfluss auf die jungen Leute haben.“ - „Ich habe lediglich versucht ihnen zu zeigen, wer sie sind“, kontert Worf. - „Nein! Sie haben ihnen gezeigt, wie sie sich IHRER Meinung nach verhalten müssten“, antwortet der Romulaner und fährt fort:

 

„Sagen Sie mir eins: Haben Sie je von einem Ort gehört oder von einer geschichtlichen Periode, in der Klingonen und Romulaner in Frieden zusammen gelebt haben? - Wir haben einander verachtet. Uns bekämpft. Jahrhunderte lang. - Ausgenommen HIER! Auf diesem abgelegenen Planeten leben Romulaner und Klingonen in vollster Harmonie miteinander. - KEINER unserer Führer, KEINE Regierung, hat jemals das vollbracht, was mir hier gelungen ist!“

 

Jetzt mischt sich Worf wieder ein: „Und was ist mit dem Jungen?! Ich konnte SEHEN, was mit ihm geschehen ist! Zum ERSTEN Mal in seinem Leben hat er sich STARK gefühlt und DAS ist ihm hier sein Leben lang verwehrt worden! Diesen natürlichen Trieb haben SIE verstanden zu unterdrücken! | SIE mögen ja damit zufrieden sein, hier alt und grau zu werden. Aber der Junge und die anderen haben erfahren, was es heißt WIRKLICH LEBENDIG zu sein! Und dieses Gefühl, werden Sie sich NICHT wieder nehmen lassen!!!“

 

Das werden wir ja sehen...!“

ist die eiskalte Antwort des Pastors.

Ähhh... Romulaners.

 

„Ich mache Ihnen ein Angebot. 

LEBEN Sie mit uns! - Als einer von UNS! - Oder: 

Ich lasse Sie – AUF DER STELLE -

EXEKUTIEREN!

 

Der Unruhestifter muss weg! Die Obersten des Volkes haben sich oft beraten, wie sie Jesus loswerden könnten. (Mt. 26, 3-4) Das Licht hatte keinen Platz im Land der Toten.

 

 

 


 

Worf soll zur Flucht verholfen werden. Doch er lehnt ab. „Ich werde auf keinen Fall weglaufen.“ - „Dann werden sie dich umbringen!“ - „Ja. Aber sie werden mich nicht besiegen!“ | Auch bei Jesu Verhaftung, wurde versucht ihm zu helfen (Lk. 22, 49-50). Man könnte sagen, er lehnte ab (Lk. 22, 51). Er wusste, dass man ihn dann umbringen würde (Lk. 18,33). Aber ebenso, dass ihn das nicht besiegen würde (Lk. 24, 1-8).

 

Worf wird zur Hinrichtungsstätte gebracht. Alle Bewohner sind anwesend. Der Lagerkommandant tritt vor. „Mir ist bewusst, dass einige von Euch mit dieser Entscheidung nicht einverstanden sind. - Es fällt mir nicht leicht, dieses zu tun, aber ich denke, dass es absolut notwendig ist, diesen Mann zu exekutieren! (Joh. 11, 47-50) Was wir zusammen aufgebaut haben, würde durch diesen Mann zerstört werden!“ Er wendet sich an Worf: „Ich gebe Ihnen eine letzte Chance, sich unserer Lebensweise anzupassen.“

Worf hat das Wort: „Das war eine eindrucksvolle Rede. Wieso aber sagen Sie nicht deutlich, dass Sie mich hinrichten werden, weil ich dem jungen Volk etwas sehr gefährliches zu vermitteln habe: Nämlich Wissen! Wissen über ihre Herkunft. Wissen über die wahren Gründe, weshalb sie in diesem Lager sind.

 

Die Wahrheit ist eine Bedrohung für Sie!!

 

 

„DAS GENÜGT!!!“ schneidet ihm der Kommandant die Worte ab. „In Stellung gehen!“ befielt er. Die Soldaten ziehen ihre Waffen und beginnen zu zielen. Da tritt plötzlich der junge Klingonenmann in voller Kampfmontur auf den Platz. „Wenn du IHN tötest, wirst du auch MICH töten müssen!“ (Röm. 6,4) ruft er und stellt sich auf Worfs Seite. „Sehen Sie“, sagt Worf. „Es IST bereits zu spät!“ Kurz darauf stellt sich eine Dritte Person mit zur die Hinrichtungsstelle. Dann eine Vierte. Eine Fünfte. Der Kommandant zittert. Er sieht seine Felle schwimmen. Er selbst greift zur Waffe. Bald steht die Hälfte der Bewohner auf Seiten des Angeklagten. Und erst als seine eigene Tochter sich in die Schusslinie stellt, senkt er die Waffe und beendet es. Im Unterschied zur Bibel muss hier keiner sterben.

 

***

 

Unterschiede. Natürlich lässt sich solch eine Geschichte immer nur in Teilen übertragen. Sie kann uns einzelne Aspekte verständlicher machen. Verdeutlichen. Auch Jesus hat in Gleichnissen, in Beispielen, geredet. Sie kann unser Herz berühren, wenn wir auf der anderen Seite GOTT zum Ziel haben. Wenn unser Leben in IHN hineinmündet. - Dazu müssen wir ihn kennen, ihn und sein Wort. | Der größte Unterschied (TV vs. Realität) ist wahrscheinlich, dass Wachstumsprozesse selten innerhalb von 45 Minuten geschehen.

 

 

 

Qapla'

  

 

 

 


Florian Hettig

"Prüfet alles, das Gute behaltet!"  (1.Thess. 5,21)

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