"Danke, für Ihre Ehrlichkeit."

 

Vor vielen Jahren – ich war noch kein Christ – fuhr ich in einen Baumarkt. Eine etwas größere Wohnungsrenovierung stand an. Unter anderem wollte ich mir einen Tresor mit einbauen. Nach und nach suchte ich mir alle Waren zusammen und legte sie in den Einkaufswagen. Da der Tresor der schwerste Gegenstand war, kam er ganz unten ins „Fußfach“. Darauf ein paar Bretter.

 

Es war kurz vor Geschäftsschluss als ich zur Kasse kam. Die freundliche Kassiererin war vielleicht schon mit einem halben Auge zuhause; vielleicht war es auch das entstehende Ein- und Auspackchaos. Während ich jedenfalls noch am Wiedereinladen war, nannte sie mir überraschend früh die Gesamtsumme. Fieberhaft malten meine Gehirnzellen! Ich erkannte anhand der Gesamtsumme sofort: Sie hatte den Tresor vergessen. Eine nicht unerhebliche Summe.

 

Während ich bezahlte, überlegte ich noch. Ich wurde aufgeregt. Doch ich bewegte mich Richtung Ausgang. Mir war als wäre mein Kopf eine reife Tomate kurz vor der Explosion! Ein Blinklicht, das jede Sekunde losgehen würde. Mit riesigen Pfeilen, die auf mich zeigen und Signalgeräuschen, die den ganzen Markt aufschrecken. Würden. Denn nichts davon geschah.

 

Noch NIE war es mir dermaßen unangenehm mein Auto „in aller Ruhe“ zu beladen... 

Noch Kilometer später auf der Straße schaute ich ständig in den Rückspiegel...

Es war „vollbracht“...

 

*

 

Jahre später wurde ich Christ und las unter anderem dies: 

 

Jesus kam nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort lebte ein Mann namens Zachäus. Als einer der mächtigsten Steuereintreiber war er sehr reich. Zachäus hatte versucht, einen Blick auf Jesus zu werfen, aber er war zu klein, um über die Menge hinweg schauen zu können. Deshalb lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum am Wegrand, um Jesus von dort aus vorübergehen zu sehen. Als Jesus kam, blickte er zu Zachäus hinauf und rief ihn beim Namen: »Zachäus!«, sagte er, »komm schnell herunter! Denn ich muss heute Gast in deinem Haus sein.« Zachäus kletterte so schnell er konnte hinunter und geleitete Jesus voller Aufregung und Freude in sein Haus. Doch den Leuten in der Menge gefiel das nicht. »Bei einem berüchtigten Sünder kehrt er als Gast ein«, murrten sie. Währenddessen stellte Zachäus sich vor den Herrn hin und sagte: »Herr, ich werde die Hälfte meines Reichtums den Armen geben, und wenn ich die Leute bei der Steuer betrogen habe, werde ich es ihnen vierfach erstatten!« Jesus erwiderte: »Heute hat dieses Haus Rettung erfahren, denn dieser Mann hat sich als Sohn Abrahams erwiesen. Der Menschensohn ist gekommen, um Verlorene zu suchen und zu retten.«  (Lukas 19, 1-10) (NL)

 


 

Ich war nicht so schnell wie Zachäus. Wieder dauerte es einige Jahre und ich brauchte auch die Hilfe anderer dafür. Aber eines Tages fuhr ich wieder zu besagtem Baumarkt und hatte den Tresor dabei. Es fiel mir schwer, denn ich wusste nicht, was auf mich zukam. Ich meldete mich beim Informationsschalter und bat um den Geschäftsführer. Ich erklärte ihm die Situation, die inzwischen 9 Jahre zurücklag. Dann überreichte ich ihm den Tresor, dazu den vollen Kaufpreis und ich glaube ein Evangelium war noch dabei. Er zeigte sich überrascht und wir verabschiedeten uns im Guten. | Ich war nicht nur um das Gewicht des Tresors erleichtert.

 

*

  

Heute nun, erlebte ich eine ähnliche Situation. Anderer Baumarkt, anderes Glück. Ich kaufte einige Artikel ein. Die Kundin vor mir hatte das Pech einen nicht scannbaren Artikel kaufen zu wollen. Es gab Preisirritationen, was zu Wartezeiten führte. Einige Kunden „murrten“ und der junge Kassierer wurde etwas aufgeregt. | Ich war an der Reihe. Ich kaufte und bezahlte. Hm, ich hatte mit mehr Geld gerechnet. Beim Einpacken (außerhalb des Kassenbereichs) warf ich nochmal einen gründlichen Blick auf den Bon. Dann einen zweiten. Fast hätte ich Gott für die Ersparnis gedankt. So einem großen Baumarkt tut so eine kleine Summe ja auch nicht weh. Die betrügen uns doch auch überall. Muss der Kassierer Differenzen nachzahlen??

 

Ich ging nochmal hin. Wartete. Bis der aktuelle Kassiervorgang abgeschlossen war. Dann zeigte ich ihm meine Waren und den Bon. (Hätte er mir zu viel abgenommen, hätte ich das sowieso gemacht, oder?) Er scannte und ich bezahlte. Ein weiterer Kunde „murrte“. Denn die Schlange war lang und viele hatten schon lange gewartet. Der Verkäufer war immer noch sichtlich aufgeregt. Er verabschiedete mich und dann sagte er noch: „Danke, für Ihre Ehrlichkeit.“

 

 

 

 

 

 

 

Wie

in aller Welt

kommt die Kirche auf die Idee,

dass uns die Bibel nichts mehr zu sagen hätte?!

 

Link

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UNGLAUBE!

(Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein.)

 

 

 


Florian Hettig

"Prüfet alles, das Gute behaltet!"  (1.Thess. 5,21)

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