Frei im Herzen

 

Tut mir einen Gefallen“, schallt es mir ebenso freundlich, wie nachdrücklich entgegen. „Fühlt euch wohl!“ Der Händedruck ist fest. Seine Worte voller Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit. | 5 ½ Stunden Autofahrt liegen hinter uns. Ein purer Genuss. Denn die erblühende Natur, hellgrüne Bäume, beeindruckende Land-schaften und ein fantastisch angenehmes Wetter waren und sind wunderschön. Atemberaubend. 

 

Nun sind wir angekommen. Im „Free at Heart – MännerCamp 2016“! Vier ungewisse Tage liegen vor uns. Aber zunächst werden wir mit dem beschenkt, was Männer lieben: FLEISCH! Vom Grill. Satt. - Kein Salat. Kein Teller. Einfach. Unkompliziert. | Schon beim Betreten des Haupthauses wird man - … - Mann(!) inspiriert. Der abgeschnittene Kühlergrill eines alten Buick erleuchtet den Boden. Tische mit Bildern und Gegenständen säumen das Foyer. Alles was Männer lieben: Cowboy, Ritter, Bodybuilding, Abenteuer, Flugzeuge, Autos, Holzarbeiten. (Hm. Vermeintlich lieben? - Lieben sollten??) WURSCHT! Das Herz ist berührt. Hier oder da. Und genau darum geht es!

 


 

Dieses Camp ist eine Reise zu deinem (männlichen) Herzen!“

  

 

Denn unser Herz ist verwundet. Verschüttet. Einge-igelt. (Das von Frauen ebenso, aber auf andere Weise.) Es ist verstaucht. Verloren gegangen. UNbekannt! | Es ist begraben. Tot. Zurückgezogen. | Verwaist, verhärtet oder schlicht: Unentdeckt. | Und was hat das Ganze mit Gott zu tun?! >> Alles! Einfach alles. Denn wem es noch nicht aufgefallen ist: Das Christentum ist (eigentlich) das größte Wieder-belebungsprogramm der Welt. Das Evangelium ist die größte Rettungsaktion aller Zeiten! Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, hat gesagt:

 

 

Ich lebe und ihr sollt auch leben.“  (Joh. 14,19)

Ich bin das Leben.“  (Joh. 14,6)

Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.“  (Joh. 10,10)

Wer an mich glaubt, der wird leben.“  (Joh. 11,25)

  

 

Gottes Angebot heißt also „LEBEN!“ | Und dieses Leben zu entdecken, weiter-zuentdecken, weiterzu-geben, darum ging es (für uns Männer) in den „Sessions“. Persönlich, authentisch und ganz ohne Schokolade tauchten wir ab auf eine Reise nach unseren Sehnsüchten. Unserer Identität. Unserer Berufung. Unserer Bestimmung! | Und nach den Dingen im Leben, die all dies torpediert haben!!

 

Es ging um Freiheit und um Ehrlichkeit! Nicht um Erwartungen oder MachoGehabe. Dieses und andere Lebenslügen zu entlarven, zu schauen was hinter diesem und jenem steht, das war unser Ziel. Wir suchten nach den Helden unserer Kindheit, nach unseren Sehnsüchten, Verletzungen und notwendigen Veränderungen. Dabei wurde auch auch viel mit Filmclips gearbeitet. Denn so manche Geschichte ist ein hervorragendes „Gleichnis“, für die „große Geschichte“, die Gott mit uns in der Bibel und im Leben schreibt. 

 


 

Diese Reise erfordert Mut!

 

 

Sich nur schon anzumelden erfordert Mut! Denn die Tür im Keller zu den Leichen aufzuschließen oder sich seinen erlittenen Verletzungen zu stellen, ehrlich zu werden, wahrhaftig, Un-denk-bares zu träumen und zu wagen – das kann wohl das Schmerzhafteste und Schwierigste im Leben werden. [Meinen Respekt für jeden, der das versucht.] Aber: Es lohnt sich!

 

Nach den Sessions hatten wir jeweils eine Zeit mit Gott. Wir verteilten uns auf dem Gelände, jeder für sich, machten Wald- oder Feldspaziergänge. Wir redeten / beteten zu Gott, ließen IHN zu UNS reden, dachten nach und hörten zu, was ER uns zu sagen hat. (Das ist so praktisch, dass Gott zu allen gleichzeitig reden kann! ;)  3-4 „Questions to go“ (Fragen zum Mitnehmen) halfen uns dabei. | Es ist TOLL Gott zu begegnen!

 

 


  

Ist all das wichtig?? 

 

Vielleicht stellt sich der eine oder andere die Frage, ob das wichtig ist, sich mit all diesen Dingen und Fragen auseinanderzusetzen. | Ich denke schon. Denn was wir glauben und denken, beeinflusst unsere Taten. Wie wir uns selbst sehen und unsere Mitmenschen, das verändert unsere Worte und Wege. Schlagen Sie die Zeitung auf oder denken Sie an eine Tragödie in ihrem Umfeld. Ich bin fest davon überzeugt, dass so mancher Fenstersprung oder so manche „schiefe Bahn“ hätte verhindert werden können. | Diese Dinge sind wichtig, sofern das Leben wertvoll ist.

 

Vaterschaft. Frauen. Das waren zwei weitere Themen, mit denen wir uns beschäftigten. | Und natürlich ist es bei all diesen wichtigen Lebensthemen nicht wie bei einem T-Shirtkauf sofort fertig. Sondern eher wie bei dem Bau eines Hauses, das ein Leben lang gebaut und ggf. renoviert oder teilweise vielleicht abgerissen werden muss. | Nachmittags gab es „Freizeit“angebote: Bogenschießen, Jugger, Schwertkampf, Volleyball. Und abends trafen wir uns ums Lagerfeuer herum.

 

 

4 Tage, die einen verändern können.

4 Tage, die einen weiter bringen können.

4 Tage, die einen ins Nachdenken bringen.

4 Tage, die wertvoll waren.

 

 

 

 

Es gibt Momente, von denen man wünscht, dass sie nie zu Ende gehen mögen. In denen man weiß, dass dieser Wunsch da ist – während sie geschehen.* Für mich war einer dieser Moment, am Ende des letzten Tages, als 170 Männer, in einem abgedunkelten Raum aufstanden und das Lied „Für den König“ sangen. 170 gestärkte Männer. 170 verwundete Männer. 170 ein Stück weit geheilte Männer. 170 Männer auf dem Weg zu Gott. Väter. Söhne. Ehemänner. Papas. Kollegen. Freunde. Männer. Die ihre dunklen Stimmen erhoben. Und Gott anbeteten. So gut sie konnten.

 

 

From Heart To Art

 

 

Und, liebe Frauen: Wir lieben euch. Wir hassen euch. - Wir brauchen euch. Wir wollen euch. - Wir sehnen uns nach euch und wir wollen für euch ein Segen sein. - Denn Ihr seid unsere Mütter. Unsere Töchter. Unsere Ehefrauen, Schwestern und Freundinnen! | Ihr macht die Welt farbig. Ihr macht die Welt bunt. Ihr macht die Welt wärmer und lebenswerter. Und selbst wenn all das nicht wäre: Ihr – seit wunderschön! Und wenn euch euer Spiegelbild etwas anderes sagt: Glaubt ihm nicht! - Glaubt dem, der euch geschaffen hat!

 

 

 

 

 

Der ungezähmte Mann
Der ungezähmte Mann
Weißt du nicht, wie schön du bist?
Weißt du nicht, wie schön du bist?

 

 

*Mit Jesus an meiner Seite brauche ich nicht traurig darüber zu sein, dass auch solch schöne Momente wieder vergehen. Ich weiß, er schenkt neue. Deshalb kann ich solche Momente in aller Freiheit genießen. | Gott ist gut.

 

 


Florian Hettig

"Prüfet alles, das Gute behaltet!"  (1.Thess. 5,21)

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