Nuhr, der Jahresrückblick - Was ist Glaube?

Lesezeit: 3 Min.

Nuhr 2015 - Der Jahresrückblick

 

Nuhr 2015 - Der Jahresrückblick (ARD)

Dieter Nuhr, Kabarettist | ansehen (bis 17. März 2016)

 

"Niemand, aber auch wirklich niemand, auf dieser Welt weiß, was Gott will. [...]

Deswegen heißt es ja 'Glaube'!  Weil man nix Genaues weiß.  Sonst hieße es ja 'Wissen'."

 

 


  

Sed contra

(Aber dagegen möchte ich sagen...)

  

1) Doch.

Da fragten sie ihn: "Was sollen wir denn nach dem Willen Gottes tun?"

Jesus antwortete: "Dies ist der Wille Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat." Joh. 6,28-29

Es ist Gottes Wille, dass wir an Jesus, seinen Sohn, glauben.

 

2) Glaube vs. Wissen?

Nein. - Man sagt ja umgangssprachlich: "Ich glaube ..xyz.. ist richtig, aber ich weiß es nicht." Präziser ausge-drückt hieße dies: "Ich vermute ..xyz.. ist richtig, aber ..." - Hier liegt es an der deutschen Sprache, dass diese Verwirrung entsteht. Wenn in der Bibel von "Glaube" die Rede ist, ist damit "Vertrauen" gemeint. ("Ich glaube an Gott" = "Ich vertraue Gott!")

 

Beispiel:

Ein guter Freund lädt mich zu sich ein und sagt: "Setze dich in den Zug - ich hole dich vom Bahnhof ab!" Wenn ich das tue, dann glaube ich seinen Worten. Wissen tue ich es auf der Reise nicht, dass er 100%ig am Bahnsteig stehen wird. Aber ich glaube ihm - Ich schenke seinen Worten Vertrauen.

 

Glaube ist nicht das Gegenteil von Wissen.

Ich weiß ziemlich genau, was ich mit Gott erlebt habe. Und nirgendwo steht geschrieben, dass man seinen Verstand an der Garderobe abgeben muss, wenn man Christ wird. - Im Gegenteil. Der Verstand ist doch von Gott gemacht. ER hat mich doch geschaffen...

  

 

 

 

Glaube ist das Vertrauen auf Gott.

(Haben Sie's gewusst...? ;-)

 

 

   

 

 


Florian Hettig

"Prüfet alles, das Gute behaltet!"  (1.Thess. 5,21)

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Kommentare: 1
  • #1

    Thomas Jakob (Freitag, 22 September 2017 17:38)

    Klar habe ich das gewusst. Diese Definition des Begriffs Glauben habe ich schon oft gehört. Zu oft. Dahin ziehen sich Theologen regelmäßig zurück, wenn es schwierig wird. Aber die landläufige Bedeutung von Glauben als Für-Wahr-Halten schwingt in vielen Fällen eben trotzdem mit. Der Knackpunkt ist für mich das Für-Wahr-Halten biblischer Wunder, selbst wenn mir die moderne Naturwissenschaft sagt, dass sie nicht oder nicht so nicht passiert sein können. Viele Christen, selbst bis in sonst liberale Kreise, halten das Für-Wahr-Halten bestimmter Wunder, allermindestens das der leiblichen Auferstehung für unabdingbar für einen Christen. Und viele moderne Menschen, besonders solche mit naturwissenschaftlich-technischer Bildung würden das für sich selbst als intellektuell unredlich empfinden. Das ist ein Grund, warum die Mitgliederzahlen der Kirchen schrumpfen. Arbeiten mit der Doppelbelegung des Begriffs Glauben, ohne klar zu sagen, was man jeweils meint, hilft dabei überhaupt nicht weiter.

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